Nina Tichman wurde von Nike Luber zur Auswahl der Werke im Klavierabend in Bad Bergzabern (26.9), Wuppertal (7.9) und Essen (22.9) interviewt. Hier ihre Gedanken:

 Was lieben Sie an den von Ihnen ausgewählten Stücken von Haydn, Schubert und Beethoven besonders?
An Haydn und Schubert liebe ich besonders die Ausgewogenheit von Heiterkeit und Melancholie.  Die Beethoven Sonate ist einfach ein Monument der Klavierliteratur, sie erzählt von Kampf und vom Frieden, also von der menschlichen Existenz und von unseren Sehnsüchten…

Geben Ihnen diese Stücke etwas, wenn Sie sie spielen? Wenn ja, was?
Jedes Stück gibt mir etwas anderes.  Der Haydn macht einfach gute Laune, und ich finde dass der zweite Satz sehr wie Schubert klingt, also direkt in die Schubert Sonate überleitet, sozusagen.  Wenn ich Schubert spiele, habe ich das Gefühl als ob ich im All wandere, und der Beethoven … nun, das kann man gar nicht in Worte fassen!

Was charakterisiert Haydn, Schubert und Beethoven?
Alle drei – dazu würde Mozart natürlich auch gehören – schaffen einen Kosmos, in dem Emotionen, Gedanken, Erfahrungen, Sinnlichkeit eine Balance finden - eine Balance und ein Überblick, die im täglichen Leben gar nicht möglich sind.

Was möchten Sie den Zuhörern durch Ihr Spiel vermitteln?
Freude und Zuversicht.

Haben sich Ihre Lieblingsstücke im Lauf der Jahre geändert?
Ja, immer wieder. Dieses Mal spiele ich ein sehr klassisches Programm, manchmal mische ich aber unbekannte Stücke mit bekannten oder habe Lust auf  richtig lustige, spaßige Musik!

Ist es ein Luxus, zwischen den vielen thematisch orientierten Konzertreihen die eigenen Lieblingsstücke spielen können? Wieviel Einfluss haben Sie als Musikerin üblicherweise auf die Programmgestaltung?
Ich versuche immer einen inneren Zusammenhang in meinen Programmen zu haben.  Das muss gar nicht so offensichtlich sein, sollte aber schon unterschwellig auf die Zuhörer wirken. Es ist aber auch manchmal schön eine Vorgabe zu haben, das kann die Kreativität auch sehr anregen.

Nina Tichman und ihre eigene Musikauswahl von Mozart und Schubert bis György Kurtag und Sarah Vaughn,  im Gespräch mit Sabine Fallenstein.
Interesse an der Sendung vom 28. August 2008?
Hören Sie rein auf der „Zuhören“ Seite dieser Homepage!

Das Programm für die nächste Saison der „Andernacher Musiktage“ unter der künstlerischen Leitung des Xyrion Trios können Sie auf unsere Seite „Festival“ lesen
www.xyriontrio.com



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